GESCHICHTE

Foto © Eduard Wagner

Seit Jahren existiert bereits eine Schreibwerkstatt in der VHS Landsberg. Hier haben viele Hobbyautoren ins Handwerk des Schreibens hineingeschnuppert und so mancher hat Blut geleckt. Inzwischen sind auf dem Büchermarkt einige Werke früherer und aktueller Teilnehmer der Schreibwerkstatt erhältlich. Ein beachtlicher Erfolg!

Im Zuge von zwei Autorenwettbewerben der Stadt Landsberg in Zusammenarbeit mit der VHS entstanden dann die Anthologien „Die Spur führt an den Lech“ (2012/13) und „Sagenhafte Verbrechen aus dem Lechrain“ (2015/16). Zu ihnen gesellten sich zwei Anthologien mit Geschichten von Teilnehmern der Schreibwerkstatt: „Der Hai im Lech“ (2010) und „Jahreszeiten zwischen Lech und Ammersee“ (2019).

Kurz bevor Corona auch die Schreibwerkstatt in den Zoom-Modus schickte, wurde dann die Idee für ein neues Projekt geboren. Es wird ein sehr spezielles Projekt. Eine Herausforderung, die nicht einfach werden wird. Aber wir sind festen Willens, das anzupacken und zu einem guten Ende zu führen.

Was ist das für ein Projekt?

Es gibt durchaus Bücher – Romane oder auch Krimis –, die von mehr als einem Autor geschrieben werden. Am bekanntesten sind sicher die „Kluftinger“-Krimis, die Michael Kobr und Volker Klüpfel gemeinsam verfassen. Der niederbayerische Trabrennbahn-Krimi „Ausgetrabt“ ist der gelungene und gut angenommene Debutkrimi des Autorenduos Armin Ruhland und Hans Weber. Auch Uschi und Klaus Pfaffeneder verfassen ihre Viertaler-Krimis gemeinsam, um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen.

Aber eine Geschichte mit einem Plot, an dem zehn Autoren schreiben, die sich nur über eine Schreibwerkstatt kennen? Das gibt es unseres Wissens noch nirgends.

Sie dürfen also gespannt sein auf das Ergebnis. Wenn wir so gut im Zeitplan bleiben, wie es derzeit geht, dann ist „Wo ist Nr. 245?“ vielleicht ein Buch, das Sie sich selbst unter den Weihnachtsbaum 2022 legen? Wer weiß …

Bis dahin dürfen Sie uns bei der Arbeit an diesem besonderen Projekt gern über die Schulter schauen und uns begleiten auf dem Weg zum fertigen Buch.

THEMEN

Jede Geschichte, jeder Krimi spielt in einem gewissen Milieu und befasst sich mit bestimmten Themen. Zum sogenannten Setting eines Romans und zu den Themen ist gründliche Recherche angesagt, wenn man die Geschichte nicht in einer Fantasiewelt spielen lässt.

Tierversuche

Foto © Pezibear / pixabay

Unser Tierkrimi nimmt seinen Ausgang in einem Versuchslabor. So oder ähnlich, wie es in den ersten Kapiteln von „Wo ist Nr. 245?“ geschildert wird, haben Tiere früher in solchen Versuchslabors leiden müssen. Wir haben uns die künstlerische Freiheit herausgenommen, die früheren Zustände in die heutige Zeit zu versetzen.

Wir wissen, dass sich das alles – zumindest für Hunde als Labortiere – inzwischen drastisch geändert hat. Deshalb gibt es im Anhang zum Buch auch eine genaue Erklärung, was heute erlaubt ist, was heute an den Tieren etwa bei Medikamentenversuchen erprobt wird.

Jugendwahn

Die Bevorzugung junger, vitaler Menschen ist in vielen Bereichen des Lebens seit langem Alltag. Ob etwa in Unternehmen, die alte Beschäftigte kündigen und billigere Jungkräfte einstellen, oder ob in Film und Fernsehen, wo einem ständig junge, attraktive Menschen begegnen, während älter werdende Stars kurzerhand abgehalftert werden. Wer diesem Jugendwahn nicht entspricht, der greift zu anderen Mitteln, um Jugendlichkeit zu simulieren – nicht nur in Hollywood lebt eine ganze Industrie davon, die Zeichen der Zeit an Haut, Haaren und restlichem Körper zu kaschieren.

Bei seinem sehnlichen Wunsch nach ewiger Jugend oder einem Jungbrunnen vergisst der Mensch nur allzu gern, dass Reife, Erfahrung und all die gemeisterten Hürden des Lebens nicht Bürde sind, sondern unschätzbare Vorzüge bieten. Häufig übersieht man in seinem Streben nach Jugendlichkeit zudem, dass nicht nur der einzelne Mensch älter geworden ist, sondern dass sich auch die Zeit – und damit der Geschmack – geändert hat.

In welche Verzweiflung der übermächtige Wunsch nach Jugend einen Menschen treiben kann, sieht man an der Antagonistin unseres Krimis.

Freundschaft

Eine gute Freundschaft ist eines der wertvollsten Dinge, die wir in unserem Leben haben können. Gleichzeitig ist eine Freundschaft die wohl individuellste und ungeregelteste Beziehung zwischen zwei oder mehr Menschen, frei nach dem so oft zitierten Motto: alles kann, nichts muss. Es gibt Freundschaften, die alle Höhen und Tiefen des Lebens überdauern – auch Ehen und Partnerschaften. Für einen guten Freund tut man alles – und kann das auch umgekehrt erwarten.

Gute Freundschaft ist das, was unser Sam bei seiner Suche nach Alma erfahren darf – für ihn zum ersten Mal in seinem Leben, das seit dem Welpenalter hinter den Käfiggittern eines Versuchslabors stattfindet.

Arbeit eines Landeskriminalamts

Wie in (fast) jedem Krimi, spielt auch hier die Polizei bzw. das Landeskriminalamt eine wichtige Rolle bei der Aufklärung der Straftaten. Sicher, die Tiere spielen in diesem Krimi die Hauptrolle – aber die Bösewichte verhaften kann nur ein Kommissar bzw. in unserem Fall eine Kommissarin. Es ist immer wieder spannend, einen Blick auf die Arbeit der Beamten werfen zu können. Wie kommen sie der ganzen Sache auf die Spur? Welche akribische Kleinarbeit muss geleistet werden, um die vielen Puzzleteile zusammenzusetzen? Und mit welcher Kombinationsgabe müssen die Ermittler gesegnet sein, um dem Täter auf die Schliche zu kommen?

AUTOREN

Uschi Pfaffeneder

(Text, Werkstattleitung)

Privates:
Jahrgang 1962, verheiratet, drei erwachsene Söhne
Beruf:
Selbstständig
Literarischer Schwerpunkt:
• Krimis
• Theologische und philosophische Texte
Veröffentlichungen:
• Pfarrbriefredaktion
• Zeitungsartikel zum Thema Mensch und Glaube
• Berichte zum Ruethenfest
• »Der Streit« – Kurzgeschichte für Kinder
• »Und vergib uns unsere Schuld« (in einer Krimianthologie)
• »Entwurzelte Schatten«, Kriminalroman
• »Täter-Opfer-Schuld«, Kriminalroman
• »Die Schwester des Ketzers«, Historischer Roman
• Leitet die VHS-Schreibwerkstatt zusammen mit ihrem Mann

Klaus Pfaffeneder

(Text, Werkstattleitung)

Privates:
Jahrgang 1962, verheiratet, drei erwachsene Söhne
Beruf:
Dipl.Ing. Maschinenbau, leitender Angestellter
Literarischer Schwerpunkt:
• Krimis
• Historische Romane
Veröffentlichungen:
• Sportreportagen (Fußball)
• Kurzkrimis »Der Hai im Lech«
• »Der Baumeister von Landsberg«, Historischer Roman
• »Entwurzelte Schatten«, Kriminalroman
• »Täter-Opfer-Schuld«, Kriminalroman
• »Die Schwester des Ketzers«, Historischer Roman
• Leitet die VHS-Schreibwerkstatt zusammen mit seiner Frau

Andrea Skorpil

(Einband, Zeichnungen, Text)
Instagram:
@atelierindigoart

Privates:
Jahrgang 1962, verheiratet, ein Sohn
Beruf:
Kunstmalerin, künstlerische Grafik, Illustrationen (Sach-, Fach-, Kinderbuch, Belletristik), Auftragsmalerei, Portraitzeichnerei und -malerei, Text
Zeichnungen und Einbandgestaltungen:
• Einband »Der Hai im Lech«, Liccaratur-Verlag, 2010
• Einband »Die Spur führt an den Lech«, Liccaratur-Verlag, 2013
• Einband »Der Baumeister von Landsberg«, Liccaratur-Verlag, 2014
• Einband »Sagenhafte Verbrechen aus dem Lechrain«, Liccaratur-Verlag, 2016
• Einband »Jahreszeiten zwischen Lech und Ammersee«, Liccaratur-Verlag, 2019
• Einband »Wo ist Nr. 245?«, Liccaratur-Verlag, 2022
• Charakterzeichnungen für die Webseite der Autorin A. K. Amherst
Veröffentlichungen (u.a.):
• Kurzkrimis »Der Hai im Lech«, Liccaratur-Verlag, Landsberg, 2010
• »Die Ruethen sind weg«, illustriertes Kinderbuch, 2019
• »Weihnachten ist jeden Tag«, illustriertes Kinderbuch, 2017
• »Der Grenzstein«, Kurzgeschichte in der Anthologie »Jahreszeiten zwischen Lech und Ammersee«, Liccaratur-Verlag, Landsberg, 2019

Karsten Birnbaum

(Text)
Instagram: @karstenbirnbaum
Facebook: @Autor.KarstenBirnbaum

Privates:
Jahrgang 1968
Berufliches:
Schriftsteller, Persönlichkeitstrainer
Literarischer Schwerpunkt:
• Kurzgeschichten jeden Genres
• Gesellschaftsromane
Veröffentlichungen:
• Mehrere Publikationen in Literaturzeitschriften
• Gewinne und Platzierungen bei mehreren kleinen Literaturausschreibungen
• Stipendiat Bayern Innovativ: Junge Kunst und neue Wege

Melanie Fischer

(Text)

Privates:
Jahrgang 1992, verheiratet
Berufliches:
Groß- und Außenhandelskauffrau, Sachbearbeiterin im Vertrieb Innendienst
Literarischer Schwerpunkt:
• Kurzgeschichten
• Gedichte
Veröffentlichungen:
• »Der Mandarin und das Gesichtsbuch«, Kurzgeschichte
• »Herbststimmung«, Gedicht
• »Auf die Liebe«, Gedicht
• »Der Goggolore«, Kurzkrimi
• »Die Narren von Landsberg«, Kurzgeschichte

Ida Häusser

(Text)
Instagram: ida.haeusser.autorin
Facebook: idahaeusserautorin

Privates:
Geboren 1962, verheiratet, zwei Töchter, zwei Enkel
Beruf:
Wirtschaftsinformatikerin
Literarischer Schwerpunkt:
• Lyrik
• Autobiografische Kurzgeschichten
Veröffentlichungen:
• »Das verzauberte Schaukelpferdchen«, Kindergeschichte
• »Jossep Tollemann auf dem Weg«, Romanauszug
• »MEINS!«, Erzählungen über eine Kindheit im Norden Kasachstans,
• »Flying Lulu Herkomer«, Kurzgeschichte
• »In den Augen des Schwarms«, Prosagedicht
• »Das Richelieu-Deckchen«, Kurzgeschichte

Sabine Schaa-Schilbach

(Text)

Privates:
Jahrgang 1954, ein Sohn
Berufliches:
Freie Mitarbeiterin der Mindelheimer Zeitung
Literarischer Schwerpunkt:
• Kurzgeschichten
• Krimis
besonders mit historischem Inhalt oder Hintergrund
Veröffentlichungen:
• »In den Bergen oder: Amandas Suche«, Literaturpreis 2010
• »Vier Tage im Herbst«, Kurzkrimi
• »Achtzehnhundertfünfzig«, Kurzkrimi
• »Caruso in Landsberg«, Kurzgeschichte

Karin Schweiger

(Text, Schlusslektorat)
Rossquelle Lektorat

Privates:
Jahrgang 1958, verheiratet
Berufliches:
Selbstständig mit Texten und Redaktion
Literarischer Schwerpunkt:
• Fachtexte zu Pferden
• seit einigen Jahren auch Krimi und Liebesromane
Veröffentlichungen (u. a.):
• »Das Westfälische Pferd«, Fachbuch
• Fachartikel/Buchbeiträge Pferdezucht/Pferdehaltung/Reiterei
• »Mit Dampf hinauf zum Brocken«, Sonderheft
• Fachartikel für die Magazine »Spoka« und »Polio-Nachrichten«

Dr. Jens Skowronek

(Text, Coverfotos)

Privates:
Jahrgang 1962, verheiratet
Berufliches:
Beratender Chemiker und Sachverständiger
Literarischer Schwerpunkt:
• Krimis
• Thriller
• Kurzgeschichten
Veröffentlichungen:
diverse Fachveröffentlichungen

Michael Wartini

(Text)
Instagram: autor.m.wartini
Facebook: @autorMwartini

Privates:
Geboren im April 1973 in Bad Buchau, verheiratet, eine Tochter und ein Sohn
Berufliches:
Industriemeister Metall im Qualitätsmanagement bei einem Automobilzulieferer
Literarischer Schwerpunkt:
• Romane im Genre Dark Fantasy und Horror
• Kurzgeschichten aller Art
Veröffentlichungen:
• »BETWEONAN – Stadt der Toten«, Roman
• »Samhanach Hall«, Roman
• »Silvesternacht«, Kurzgeschichte

alle Zeichnungen: Andrea Skorpil/atelier indigo-art

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